Soundeffect.

Wörter und Audio

Wie nennt man Soundeffekte in Texten, und welcher Begriff passt?

Die kurze Antwort auf die Frage, wie man Soundeffekte in Texten nennt, lautet meist „Onomatopoesie“, wenn ein Wort ein Geräusch nachahmt. In beschreibender Prosa, Comics und Drehbüchern werden auch andere Begriffe verwendet; die richtige Bezeichnung hängt davon ab, welche Funktion die Wörter erfüllen.

Audio-Themenbild von Soundeffect für den Hero-Bereich

3 Missverständnisse über geschriebene Geräusche

Ein geschriebener Soundeffekt ist nicht immer eine Lautnachahmung, und ein Wort auf der Seite ist keine abspielbare Aufnahme.

Autorinnen und Autoren

Halten jede Erwähnung eines Geräuschs für Onomatopoesie. „Die Tür schlug zu“ beschreibt ein Ereignis; „Peng“ ahmt dessen Geräusch nach.

Verwende Lautnachahmung nur, wenn das Geräusch selbst Aufmerksamkeit verdient. Für ein anderes Medium siehe „Was ist ein Soundeffekt in der Musik?“.

Was ist ein Soundeffekt in der Musik?

Comicschaffende

Gehen davon aus, dass ein gedrucktes „Krach“ eine Audiodatei ist. Es ist sichtbarer Text, der die Lesenden dazu einlädt, sich ein Geräusch vorzustellen.

Betrachte Schriftgestaltung, Größe und Platzierung als erzählerische Entscheidungen. Konkrete Kategorien findest du unter „Beispiele für Soundeffekte“.

Beispiele für Soundeffekte

Drehbuchautorinnen und -autoren

Schreiben jedes Geräusch in den Dialog. Ein Hinweis wie „EIN GLAS ZERBRICHT“ gehört normalerweise in die Handlungsbeschreibung, nicht in die Rede einer Figur.

Beschreibe ein klares Ereignis, das das Produktionsteam umsetzen kann. Zum Kontext bewegter Bilder siehe „Soundeffekt für YouTube“.

Soundeffekt für YouTube

Videoeditorinnen und -editoren

Erwarten, dass der geschriebene Hinweis bereits den fertigen Klang liefert. Ein Drehbuch beschreibt ein hörbares Ereignis; für den Schnitt braucht es eine Audiodatei.

Unterscheide zwischen der Anweisung auf der Seite und der Aufnahme auf der Zeitleiste. Mehr dazu unter „Soundeffekt vs. Audio“.

Soundeffekt vs. Audio

Was es tatsächlich ist

Onomatopoesie bezeichnet Wörter, die Geräusche nachahmen. Der Begriff umfasst nicht jede Technik, mit der Geräusche in Texten dargestellt werden.

  1. 1

    Das Medium bestimmen

    In Prosa kann man ein Geräusch beschreiben oder nachahmen. In Comics kann ein als Schriftzug gestaltetes „Wusch“ zugleich ein visuelles Gestaltungselement sein. In Drehbüchern gibt eine Geräuschanweisung an, was in der Szene zu hören sein soll.

  2. 2

    Die Wortwahl bestimmen

    „Summ“, „Zisch“ und „Bumm“ können lautmalerische Wörter sein, weil ihre Form an Geräusche erinnert. „Der Motor wurde lauter“ ist eine akustische Vorstellung oder Beschreibung: Der Satz vermittelt einen Höreindruck, ohne das Geräusch nachzuahmen.

  3. 3

    Die Funktion bestimmen

    Ein geschriebener Soundeffekt kann einen Ort erkennbar machen, einen Aufprall markieren, einen Dialog unterbrechen oder einen Rhythmus vorgeben. Wähle einen Begriff für die verwendete Technik und entscheide dann, ob die Lesenden das genaue Geräusch kennen müssen oder nur seine Folge.

Wann du es NICHT verwenden solltest

Alles auf der Seite als Lautmalerei zu bezeichnen, kann verschleiern, was eine Passage oder eine Produktionsanweisung tatsächlich braucht.

1

Bloße Beschreibung nicht als Nachahmung bezeichnen

„Der Regen klopfte gegen das Fenster“ vermittelt einen Höreindruck, aber der Satz muss deshalb nicht als lautmalerischer Soundeffekt eingestuft werden.

Was du stattdessen tun kannst

Nenne es eine akustische Vorstellung oder Geräuschbeschreibung, wenn die Wörter einen Höreindruck hervorrufen, ohne das Geräusch nachzuahmen.

2

Schriftgestaltung darf Klarheit nicht ersetzen

Eine Folge von „Bumm“- und „Krach“-Hinweisen kann die Lesenden im Unklaren darüber lassen, was passiert ist, wo es passiert ist oder warum eine Figur reagiert.

Was du stattdessen tun kannst

Benenne die Quelle oder die Folge, wenn es darauf ankommt: „Ein Metalltablett fällt zu Boden. Klirr.“

3

Eine Geräuschanweisung nicht mit einer Aufnahme verwechseln

Eine Regieanweisung legt ein Ereignis fest, keine fertige Wellenform. Sie kann weder die Qualität oder Eignung einer Aufnahme noch deren Nutzungsrechte belegen.

Was Sie stattdessen tun sollten

Wählen und beurteilen Sie das konkrete Audiomaterial gesondert, wenn die Arbeit in die Produktion geht.

Von der Beschreibung zum Klang

Illustration zum Konzept von Soundeffekten in Texten
Schriftliches Konzept
Illustrative Grafik zum Sounddesign
Audiokontext

Diese Bilder veranschaulichen einen Medienwechsel, keine wörtliche Vorher-nachher-Umwandlung. Eine Formulierung wie „Schritte auf Kies“ gibt eine Richtung vor; ein aufgenommener Klang muss gesondert erzeugt oder ausgewählt werden.

Schriftliches KonzeptAudiokontext

Schriftliche Klangbegriffe im Überblick

Dies sind Kategorien, keine austauschbaren Bezeichnungen für dasselbe. Die Beispiele zeigen, wie sich ein Soundeffekt auf dem Papier von einer allgemeineren Beschreibung unterscheidet.

Lautmalerei Andere schriftliche Klanghinweise
Grundgedanke Ein Wort ahmt ein Geräusch nach oder deutet es an. Wörter beschreiben, geben Anweisungen oder rufen die Vorstellung von etwas Hörbarem hervor.
Beispiel aus der Prosa „Der Riegel klickte.“ „Hinter ihr gab der Riegel nach.“
Comic-Beispiel Ein als Schriftzug dargestelltes „KRAK“ kennzeichnet einen Aufprall. Ein Textkasten beschreibt, wie sich das Gebäude setzt.
Drehbuchbeispiel „BANG“ vermittelt den Charakter eines Geräuschs. „Abseits des Bildes schlägt eine Tür zu“ legt ein Ereignis fest.
Was Leser erhalten Ein angedeutetes Geräusch in Form eines Wortes. Kontext zur Quelle, Umgebung oder Wirkung eines Geräuschs.
Was beides nicht bietet Eine abspielbare Aufnahme. Eine abspielbare Aufnahme.

Den Unterschied im Blick behalten

Wenn Ihre Szene einen Soundeffekt erfordert, den das Publikum tatsächlich hört, sind die Worte nur eine Vorgabe und nicht das fertige Ergebnis. Soundeffect kann Ihnen den Weg zu einem audiobasierten Arbeitsablauf weisen; prüfen Sie jedes daraus entstehende Audiomaterial im Hinblick auf Ihr Projekt und den vorgesehenen Einsatz.

Aus einer schriftlichen Vorgabe einen Audio-Workflow machen

  • Quelle und Handlung beschreiben
  • Umgebung und gewünschte Stimmung festlegen
  • Das tatsächliche Audiomaterial gesondert prüfen
Audio-Tools entdecken

FAQ

Der Begriff lautet Onomatopoesie. Wörter wie „summ“ und „klirr“ lassen die Geräusche anklingen, die sie bezeichnen. Menschen können solche Nachahmungen allerdings unterschiedlich interpretieren.

Nein. Schreibende können Höreindrücke durch akustische Bilder hervorrufen, ein lautes Ereignis in gewöhnlicher Prosa beschreiben oder in einem Drehbuch einen Geräuschhinweis geben. Von Onomatopoesie spricht man, wenn die Wortwahl selbst ein Geräusch nachahmt oder anklingen lässt.

Lautwörter in Comics werden oft als Soundeffekte oder Onomatopoesie bezeichnet. Ihre Schriftgestaltung und Platzierung können helfen, Timing und Wirkung zu vermitteln. Die gedruckten Wörter sind aber dennoch keine Audioaufnahme.

Schreiben Sie einen klaren Hinweis, der das hörbare Ereignis benennt und deutlich macht, wo es für die Szene wichtig ist. Eine knappe Anweisung wie „EIN GLAS ZERBRICHT außerhalb des Bildes“ sagt Lesenden mehr als ein nicht erläutertes Lautwort allein.

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